Die Eibe – tödlich giftig und lecker…

Heute zeige ich Dir einen interessanten Nadelbaum, den Du unbedingt kennen musst. Die Europäische Eibe, auch Gemeine Eibe genannt. Oder auf wissenschaftlich schlau 😉 „Taxus baccata“. Dieser Baum ist tödlich giftig, aber auch lecker. Warum das so ist, erfährst Du in diesem Beitrag…

tödlich giftige Eibe (Taxus baccata)

Tödlich giftig!

Die Eibe enthält in fast allen Pflanzenteilen den hochgiftigen Stoff „Taxin“(Hinweis für Oberschlaue: Eigentlich mehrere Stoffe, die insgesamt als Taxane bezeichnet werden).

Bereits geringe Mengen dieses Alkaloides können beim Verzehr starke Vergiftungserscheinungen hervorrufen und zum Tod führen. In einer Studie wurde die für Erwachsene giftige Menge auf circa 50g Nadeln bestimmt. Auch für Tiere (z.B. Pferde) ist die Eibe giftig. Daher solltest Du die Eibe von anderen Nadelbäumen unterscheiden können.

Wenn Du Dir gerne mal einen Fichtennadeltee zubereitest und auch mal mit Nadeln von anderen Nadelbäumen experimentierst, dann rettet Dir dieses Wissen Dein Leben. Den Genuss von „Eibennadeltee“ wirst Du schlimmstenfalls nicht überleben.

Symbolbild Fichtennadeltee - giftiger Eibennadeltee - tödlich giftige Eibe (Taxus baccata)

Warum lecker?

Das Gift findet sich in allen Bestandteilen der Pflanze, mit einer Ausnahme: Das rote Fruchtfleisch der Eibenfrüchte. (Hinweis für Oberschlaue: Ja! Botanisch ist es keine Frucht, es handelt sich um einen Samenmantel!).

Dieses „Fruchtfleisch“ (Arillus) ist ungiftig und essbar. Ja, es ist sogar nicht nur essbar, sondern wirklich lecker. Eine kleine süße und klebrige Leckerei. Ein wenig wie Honig. Aber Obacht beim Genuss, denn der vom Fruchtfleisch umhüllte Kern enthält wiederum eine ganze Menge des tödlichen Taxins. Es versteht sich von selbst, dass dieser Kern somit in Deinem Magen-Darm-Trakt nichts zu suchen hat… 😉

Wo finde ich die Eibe?

Im Wald wirst Du die tödlich giftige Eibe tatsächlich mittlerweile eher selten finden, da sie für die Forstwirtschaft keine wirkliche finanzielle Bedeutung hat. Das Holz der Eibe ist jedoch sehr gut, da es eine besondere Härte und Zähigkeit aufweist. Von daher wurde es früher auch stark genutzt und die natürliche Verbreitung der Eibe damit reduziert. Wenn Du die giftige Eibe heutzutage siehst, dann eher in Parks und zur Gartengestaltung als einzelne Bäume oder immergrüne Hecke.

An den charakteristischen roten Samenmänteln kannst Du die giftige Eibe sehr gut erkennen. Zu den Zeiten im Jahr, an denen diese aber noch nicht oder nicht mehr vorhanden sind, solltest Du die Eibe auch erkennen können… Zumindest, wenn Du auf Nadeltee stehst 😉

Bleib gesund!

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