Schneckeneier

Hast Du schon einmal Schneckeneier gesehen? Wenn nein, dann kannst Du sie Dir in meinem heutigen kurzen Beitrag einmal anschauen… Und wenn ja, dann natürlich auch 😉

Nacktschnecke

Wie vermehren sich Schnecken?

Schnecken sind Zwitter (Hermaphroditen). Sie haben also sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsteile. Bei der Begattung können die Schnecken dann „Mann“ oder auch „Frau“ sein. Sie müssen sich dazu noch nicht mal explizit „entscheiden“, denn sie können auch während des Begattungsvorganges beides gleichzeitig sein.

Die Vermehrung erfolgt über Eier. Die Schnecken legen die Schneckeneier in losen Anhäufungen zu 30-70 Stück (bestimmte Arten auch bis zu 300 Stück) an feuchten Stellen in den Boden ab. Vorzugsweise unter Steinen oder Blättern.

Ich habe für Euch mal einen größeren Stein entfernt:

Schneckeneier in ihrer natürlichen Umgebung in der feuchten Erde.

Wie sehen Schneckeneier aus?

Die Schneckeneier sind kugelrund mit einem Durchmesser von 3 bis 4 Millimeter und weiß. Nur die Eier des Tigerschnegel, einer getigerten Schneckenart, sind transparent und farblos. Der Tigerschnegel frisst im Übrigen Schneckeneier 😉

Die Schneckeneier sind weich und fühlen sich feucht an.

Makroaufnahme von Schneckeneiern im feuchten Boden

Kleine runde Kügelchen im Boden. Sind das Schneckeneier?

Nicht alle runden Kügelchen die Du im Boden finden kannst sind Schneckeneier. Wenn die Kügelchen eher gelblich sind und an den Enden leicht zugespitzt (so ein wenig wie eine Zitrone), dann handelt es sich wahrscheinlich um Eikapseln von Regenwürmern.

Regenwurm auf nassem Boden

Wenn die gelblichen (oder auch grünlichen) Kügelchen, die Du im (Garten)boden findest, zwar kugelrund, aber sehr fest sind, dann hast Du es am ehesten mit Langzeitdünger zu tun 😉 Diese Kügelchen werden von Hobbygärtnern beim Kauf von Blumenerde sehr gerne mal mit Schneckeneiern verwechselt…

Schnecken bekämpfen – Schneckeneier entfernen?

Schnecken mit Häusern (Gehäuseschnecken) ernähren sich überwiegend von abgestorbenem Pflanzenmaterial. Diese sind normalerweise (für den Gartenbesitzer) also gar kein Problem… Die Weinbergschnecke steht zudem auch unter Naturschutz.

Weinbergschnecke im Garten

Die Nacktschnecken sorgen hingegen im Garten für Fraßschäden an dem „lebenden“ Grünzeug das wir ernten wollen… Und auch im Wald machen sie sich gern über das ein oder andere her… Hier eine kleine Nacktschnecke die sich einen köstlichen Parasolpilz schmecken lässt:

Nacktschnecke an einem Parasolpilz mit Fraßschaden

Du weißt jetzt also wie Schneckeneier aussehen und wo Schnecken sie gerne ablegen.

Wenn Du Gartenbesitzer bist, dann kannst Du im späten Herbst, nach der Hauptzeit der Eiablage, Deine Beete umgraben und einebnen. Du findest dabei die Gelege mit den Schneckeneiern. Diese kannst Du dann sehr einfach manuell entfernen. Mit der Einebnung des Bodens sorgst Du auch dafür, dass die Schnecken keine geeignete Stelle für eine Eiablage finden. Es muss also nicht immer sofort das „Schneckenkorn“ als chemische Keule sein…

Viel Spaß draußen!

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