Jetzt im Frühling fängt es so langsam überall an zu sprießen und bunt zu werden… aber was wächst denn da eigentlich? Heute gibt es ein paar Tipps zur Bestimmung von essbaren Wildkräutern, Wildbeeren und Pilzen unterwegs auf einer Tour…

Digitale Hilfsmittel bei der Bestimmung von Kräutern und Pilzen
Das Internet ist eine sehr gute Informationsquelle
Mit dem Smartphone hast Du unterwegs schon eine perfekte Informationsquelle bei Dir. Du hast im Internet Zugriff auf nahezu unbegrenztes Wissen. Wenn Dich der Einstieg in das Sammeln von Pilzen interessiert, dann ist beispielsweise dieser Artikel etwas für Dich, bei Wildbeeren dieser oder wenn Du im Frühling mal über den Begriff „Grünlandtemperatursumme“ gestolpert bist und möchtest wissen was es damit auf sich hat, dann dieser.
Die Informationsquelle Internet birgt aber auch Gefahren…
Der große Vorteil des riesigen Informationsangebotes ist gleichzeitig auch ein Nachteil. Da prinzipiell jeder im Internet irgendetwas publizieren kann, gibt es auch viele Inhalte die schlicht und einfach falsch sind. Entweder weil der Urheber tatsächlich von dem Falschen überzeugt ist, oder er wissentlich Informationen falsch platziert („Fake News“).
Wenn in Social Media jemand das Bild eines tödlich giftigen Pilzes veröffentlicht und jemand anderes (nur zum Spaß) mit „Guten Appetit!“ kommentiert, dann könnte ein Dritter auf die Idee kommen, dass es sich um einen Speisepilz handelt und wenn er diesen dann selbst irgendwann mal findet… nun, ja…
Auch die Zunahme von Inhalten die mittels künstlicher Intelligenz (KI) generiert sind sorgen dafür, dass Du bei vielen Texten, Bildern und Videos mittlerweile sehr genau schauen musst, ob Du der Information vertrauen kannst, oder auch nicht.
Ein paar Worte zu Apps zur Bestimmung von Pflanzen oder Pilzen
Das gleiche gilt für Apps die rein aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes einer Pflanze oder eines Pilzes eine Bestimmung versuchen. Für Pflanzen und Bäume gelingt das sehr gut. Die App „Flora Incognita“ kann ich absolut empfehlen. Diese entstammt aus einem Forschungsprojekt der Technischen Universität Ilmenau und dem Max Planck Institut für Biogeochemie.
Flora Incognita ist bei mir schon seit mehreren Jahren im praktischen Einsatz, liefert hervorragende Ergebnisse und zur Bestimmung für mich ein sehr wertvolles Hilfsmittel geworden.
Apps zur Bestimmung von Pilzen kann ich allerdings nicht empfehlen. Zumindest nicht, wenn Du diese zur automatisierten Bestimmung über eine Bilderkennung nutzen möchtest. Das liegt ganz einfach daran, dass viele Merkmale, die zur eindeutigen Bestimmung eines Pilzes notwendig wären, gar nicht über ein Bild erkennbar sind. Beispielsweise der Geruch, die Konsistenz, die Farbe der Sporen, etc.
Wenn Du dazu mal reale Beispiele sehen möchtest, wie nah „tödlich giftig“ und „essbar und lecker“ beieinander sind, dann empfehle ich Dir meinen Artikel zum Thema „Kleine braune Pilze„.
Bücher zur Bestimmung von Wildkräutern, Wildbeeren und Pilzen

Von allen bei mir vorhandenen Büchern habe ich mittlerweile zwei immer in meinem Rucksack auf Wandertouren mit dabei. Diese beiden kann ich für unterwegs absolut empfehlen und möchte ich Dir daher hier kurz vorstellen. Die Bücher kosten jeweils nur 12 bis 14 Euro und bieten viele gut aufbereitete Informationen.
Sehr positiv ist mir aufgefallen, dass die Systematik in den Büchern speziell für den Einsatz unterwegs aufbereitet ist. So erfolgt die erste Einteilung nach Habitat und dann nach Jahreszeit. Wenn Du beispielsweise auf einer Wiese im Frühling unterwegs bist, dann findest Du im Abschnitt „Auf der Wiese“ das Kapitel „Im Frühling“. Sehr intuitiv also auch für Einsteiger.
Buchtipp 1: Kosmos-Naturführer „Essbare Wildkräuter und Wildbeeren für unterwegs“



Buchtipp 2: Kosmos-Naturführer „Pilzführer für unterwegs“



Viel Freude draußen!
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