Birkenporling

Hast Du mal wieder Lust auf einen interessanten Pilz? Dann zeige ich Dir heute einmal den Birkenporling.

Birkenporling in Nahaufnahme

Wo finde ich den Birkenporling?

Du kannst es anhand des Namens schon erraten. Er wächst an alten Birken. Du findest ihn auch ausschließlich an Birken. Der Pilz erzeugt eine starke Braunfäule in der Birke und baut die Zellulose des Baumes ab. Ist der Stamm einmal vom Birkenporling befallen, dann wird es nicht lange dauern, bis der Wind den Baum aufgrund seiner Schwächung umwirft.

Alte Birke mit Windwurf. Birke ist vom Birkenporling befallen. Mehrere Fruchtkörper des Birkenporlings am Stamm der Birke.

Ist der Birkenporling essbar?

Der Birkenporling ist nicht giftig. Einen jungen Pilz könntest Du essen. Der Pilz hat aber keinen besonderen Speisewert. Er wird mit zunehmendem Alter immer bitterer und daher ungenießbar.

Was kann ich denn dann mit dem Birkenporling machen?

Der Birkenporling hat entzündungshemmende und blutstillende Wirkung. Du kannst Streifen aus dem Pilz herausschneiden und als antibiotische Wundauflage benutzen. Wenn Du einen dünnen Streifen mitsamt der Huthaut abziehst, kannst Du dieses als selbstklebendes Pflaster für kleine Verletzungen, wie z.B. Schnittwunden am Finger nehmen.

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit ist das Aufbewahren oder Transportieren von Glut über weitere Distanzen, genau so wie beim Zunderschwamm.

Wenn Du mit einem zuvor getrockneten Stück des Pilzes etwas Glut von einem Feuer aufnimmst, glimmt das Stück ganz ruhig und langsam weiter. Wenn Dein Pilzstück groß genug ist, dann kannst Du damit eine längere Zeit oder größere Entfernung überbrücken.

Für das untere Foto habe ich nach ein paar Minuten des Glimmens mal auf das Pilzstück gepustet, damit Du sehen kannst, dass die Glut noch da ist.

Ötzi hatte ihn damals auch dabei…

Erinnerst Du Dich noch an „Ötzi“, die 5.300 Jahre alte Mumie, die 1991 im Ötztaler Gletschereis gefunden wurde? Auch Ötzi hatte 2 Stücke Birkenporling bei sich. Man vermutet mittlerweile, dass er die Pilzstücke bereits damals wegen ihrer antibiotischen Wirkung bei sich trug.

Aber auch heutzutage gibt es wieder größeres Interesse an dem Pilz, denn seine antioxidative, antibakterielle und antivirale Wirkung konnte bestätigt werden. Zur Zeit werden zudem im Rahmen der Krebsforschung antitumorale Eigenschaften des Pilzes weiter untersucht.

Birkenporling an stehender Birke

Viel Freude draußen!

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