Von Schmallenberg nach Lennestadt auf dem X27

Heute nehme ich Dich mit auf eine Tages-Tour auf ein Teilstück des SGV-Hauptwanderweges X27. Dem Friedrich-Wilhelm-Grimme-Weg. Der X27 führt auf einer Länge von insgesamt 85 (oder 89?) Kilometern von Lennestadt-Altenhundem nach Olsberg. Mein heutiger Wander-Startpunkt ist Schmallenberg und ich gehe in Richtung Lennestadt.

X27 Friedrich-Wilhelm-Grimme-Weg Schild auf dem Weg an einer Fichte.

Das Auto bleibt im Wigey stehen

Mein Auto lasse ich heute in Altenhundem im Wigey stehen. Für „Nicht-Ortskundige“: Dort gibt es einen großen kostenfreien Parkplatz. Dieser ist gut gelegen und der Zentralort mit Bahnhof ist fußläufig unmittelbar erreichbar. Eigentlich könnte ich direkt von dort wandern, denn der X27 geht hier tatsächlich mitten über den Parkplatz. Wenn man den X27 von Altenhundem wandert und mit dem Auto anreist, dann ist dieser Parkplatz somit absolut zu empfehlen. Wenn Du eine E-Ladesäule benötigst, die gibt es dort auch.

Parkplatz Wigey in Lennestadt-Altenhundem. Der X27 geht mitten über den Parkplatz.

Mein Ausgangspunkt soll heute aber Schmallenberg sein, deshalb gibt es einen kurzen Fußweg (natürlich auf dem X27 😉 ) bis zum Bahnhof von Altenhundem und eine Fahrt mit dem Linienbus SB9 nach Schmallenberg.

Startpunkt: Schmallenberg Bushaltestelle „Habbel“

Bushaltestelle "Habbel" in Schmallenberg

An der Bushaltestelle finde ich kein Hinweisschild auf den X27. Das ist aber aber auch egal, da ich mir die Wegführung vorab zu Hause angeschaut habe. Das ist immer sinnvoll! Ich weiß, dass ich zum Kreisel gehen muss und dann rechts den Berg hoch. Am Kreisel angekommen finde ich dann aber auch die ersten Wegemarkierungen.

Und ich verlasse langsam den urbanen Bereich des Weges in Richtung Wald.

Der X27 verlässt den urbanen Bereich in Schmallenberg in Richtung Wald.

Wiesen-Witwenblume mit Bewohner

Am Wegesrand fällt mir eine Wiesen-Witwenblume auf. Die Blüten der Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis agg.) kannst Du als essbare Dekoration über Speisen streuen. Die Blätter schmecken herb und können roh oder gegart für Salate oder Wildgemüsegerichte genutzt werden. Da ich zum Wandern und nicht zum Essen hier bin, kann die Blume stehen bleiben. Wenn Du Dir diese Blüte auf dem Bild genauer ansiehst, kannst Du auch „jemand“ anderen sehen, der sich bereits darüber her macht. 😉

Wiesen-Witwenblume (Knautia arvensis agg.) mit Kriechtier

Noch ein Blick vom X27 auf Schmallenberg und dann geht es in den Wald

Du kannst noch einen Blick auf Schmallenberg genießen und dann geht es in den Wald…

…vorbei an einem Hinweisschild zum „Holzerlebnisparcours“. Den 3,4km langen Rundweg kenne ich noch gar nicht. Ob der wohl neu ist?

Memo an mich selbst: Den muss ich mir demnächst auch mal anschauen. Aber nicht mehr heute, denn es liegen noch ein paar Kilometer Weg auf dem X27 vor mir.

So verschlammt wie das Bachbett dieses kleinen Rinnsals aussieht, floss hier vor kurzer Zeit bestimmt noch viel mehr Wasser durch…

Freifläche, Werper Kreuz und dann wieder in den Wald…

Ein kurzes Stück des Weges geht es auf dem X27 an landwirtschaftlichen Nutzflächen vorbei, bevor es nach dem Werper Kreuz wieder zurück in den Wald geht.

Viele Schutzhütten gibt es im Verlauf des X27

Der X27 ist ein Wanderweg an dem es vergleichsweise sehr viele Schutzhütten gibt. In der Hinsicht kann der Friedrich-Wilhelm-Grimme-Weg auch mit einem Premiumwanderweg mithalten. Teilweise kleine rund gebaute Unterstände mit Sitzgelegenheit und Tisch, teilweise auch massiv als Blockhaus.

Massive Schutzhütte am X27

Schöne Aussichten und Single-Trails

Um den Beerenberg wechseln sich schöne Aussichten und Single-Trails ab. Hier musst Du tatsächlich gut auf die Beschilderung des X27 achten um die jeweiligen Abzweigungen nicht zu verpassen.

Mittagspause am Wanderparkplatz „Am Brande“

Passend zur Mittagszeit bin ich am Wanderparkplatz „Am Brande“. Zeit für eine kleine Mahlzeit. Kein aufwändiges Kochen, sondern nur „Chinanudeln“. Da reicht ein wenig heißes Wasser und das Ganze ist schnell gemacht. Keine „haute cousine“, aber draußen schmeckt eh alles besser.

Einen kleinen frischen Nachtisch gibt es aber noch… Leckere Himbeeren…

Himbeeren sind reif

Ein wenig Gedanken mache ich mir über meinen Wasservorrat. Ich habe mir nur eine 1-Literflasche mitgenommen. Und es sind jetzt nur noch circa 200 Milliliter übrig. Das ist eigentlich zu wenig, denn die Sonne knallt zwischendurch doch ganz ordentlich. Und ich möchte nicht „auf dem letzten Tropfen“ ankommen.

Da viel trinken gerade bei heißem Wetter wichtig ist, entschließe ich mich dazu, den X27 an dieser Stelle zu verlassen und über einen fast zugewachsenen Weg und eine Rückegasse in einem kleinen Bogen an einer Quelle vorbeizulaufen, die circa 500 Meter entfernt liegt.

Meine Wasserflasche kann ich dort problemlos wieder füllen. Falls Du mal an einem flachen Gewässer Deine Flasche füllen musst, dazu habe ich Dir hier einige Tipps aufgeschrieben.

Die Pilze kommen – Herausdrehen oder Abschneiden?

Zwischendurch sehe ich den ein und anderen leckeren Speisepilz… Ein paar Fichtenreizker lächeln mich an. Die esse ich eigentlich sehr gerne. Ich habe Dir in diesem Beitrag bereits von ihnen berichtet. Aber ich lasse sie stehen, denn ich möchte sie nicht die ganzen verbleibenden Kilometer tragen.

Fichtenreizker am X27

Als ich aber fast über einen Steinpilz „stolpere“, werde ich dann doch schwach und nehme ihn mit 😉 Ich finde einfach keinen Grund ihn stehen zu lassen 😉

Es ist im Übrigen total egal, ob Du Pilze abschneidest oder herausdrehst. Langjährige Untersuchungen in der Schweiz und in Nordamerika konnten das belegen. Wenn Du einen Pilz hast, bei dem Du nicht ganz sicher bist, was Du für eine Exemplar hast, dann ist das vorsichtige und vollständige Herausdrehen ein wenig besser geeignet zur nachfolgenden Pilzbestimmung durch einen Experten.

Wie viele Kilometer muss ich den Steinpilz noch auf dem X27 mit mir tragen?

Ich habe noch gar nicht gesagt, wie viele Kilometer ich insgesamt wandern möchte. Das hat einen einfachen Grund: Ich weiß es selbst noch nicht. Ich habe die Strecke so gewählt, dass ich jederzeit ins Tal hinab steigen kann und dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück nach Altenhundem zu meinem Auto komme. Ein wenig Flexibilität bei Touren finde ich immer besser, als eine bis ins letzte Detail durchgeplante Route.

Oberhalb der Ortschaft Bracht

Als dann in der Nähe der Ortschaft Bracht ein leichter Regen einsetzt, der langsam stärker wird, entschließe ich mich dazu vom X27 nach Lennestadt-Brenschede abzuzweigen und dort meine Tour zu beenden. Dort befindet sich gerade meine Frau und das Thema „Fahrgelegenheit“ wäre damit auch geklärt. Genau so mache ich das dann auch.

Weißt Du eigentlich, dass Regen immer genau(!) in dem Moment aufhört, wenn man sich einen Regenponcho überwirft! Warum ist das so?? 😉

Nach insgesamt 19,4 Kilometern gibt es am Ziel erstmal einen Kaffee!

Viel Freude draußen und bleibt gesund!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.