Waldskulpturenweg – Von Oberkirchen nach Bad Berleburg

Heute nehme ich Dich mit auf meine Wandertour von Oberkirchen (Schmallenberg) nach Bad Berleburg. Etwas mehr als 20 Kilometer, größtenteils auf dem Waldskulpturenweg, der von Bad Berleburg nach Schmallenberg führt. Keine Rundtour, aber dank 9-Euro-Ticket und dem ÖPNV sind unterschiedliche Start- und Zielpunkte ja aktuell überhaupt kein Thema.

Der Krummstab. Eine Skulptur auf dem Waldskulpturenweg und Rothaarsteig.

Mit dem Bus von Altenhundem nach Oberkirchen

Am Samstag des Pfingstwochenendes sind zwischen 18 und 20 Grad gemeldet und kein Regen. Perfektes Wanderwetter! Da ich mir ein „9-Euro-Ticket“ zugelegt habe und es bislang noch nicht genutzt habe, ist heute ein guter Zeitpunkt dafür.

Am Bahnsteig in Altenhundem stehen einige Leute, die auf einen Zug warten. Der bald darauf einfahrende Zug ist ganz gut gefüllt. Ich fahre mit dem Bus von Altenhundem über Schmallenberg nach Oberkirchen. Mein Bus ist bis auf zwei weitere Fahrgäste leer.

Von dort soll es nach Bad Berleburg gehen. Einen großen Teil des Weges möchte ich auf dem Waldskulpturenweg zurücklegen. Der Waldskulpturenweg ist insgesamt knapp 24 Kilometer lang und führt von Bad Berleburg nach Schmallenberg.

Ich kürze damit sozusagen ein wenig ab. Dann sind es auf direktem Wege weniger als 20 Kilometer (na gut, mit meinen kleinen Abstechern vom Weg weg, dann auch wieder mehr als 20 😉 ) und ich laufe den Waldskulpturenweg „rückwärts“.

Satellitenbild aus Google Earth. Übersicht der Wanderung von Oberkirchen (Schmallenberg) nach Bad Berleburg.

Wenn Du meine Tour als GPX-Datei herunterladen möchtest, dann kannst Du dies hier tun: wandertour.gpx

Oberkirchen (Schmallenberg)

An der Bushaltestelle „Oberkirchen – Kirche“ steige ich aus.

Oberkirchen - Kirche

Nach einer kurzen Orientierung, in welche Richtung ich laufen muss, fallen mir am Wegesrand Milchkannen auf einem Tisch auf. Die Hinweistafel erläutert, dass es sich um die Nachbildung eines Milchbockes handelt und wofür dieser in damaligen Zeiten benutzt wurde.

Der Milchbock in Oberkirchen

Hier in Oberkirchen gibt es sehr viele Fachwerkhäuser. Erstmal geht es für mich auf dem X10 bergauf in Richtung Giersberg.

Fachwerkhäuser in Oberkirchen

Aus dem Augenwinkel erkenne ich einen kleinen Pfad, der links vom eigentlichen Weg wegführt… da ist doch ein Loch im Boden…??? Das schaue ich mir mal an. Die Hinweistafel verrät, dass es sich um den alten Kerker von Oberkirchen handelt.

Ich bin froh, dass ich diesen Kerker freiwillig betreten habe und nicht wie Menschen in früheren Zeiten dazu gezwungen wurde. Über den Hexenplatzweg gehe ich weiter bergauf.

Ich treffe nun, oberhalb von Oberkirchen, auf den Waldskulpturenweg. Diesem werde ich im weiteren Verlauf meiner Wanderung folgen.

Knoblauchsrauke am Wegesrand des Waldskulpturenweges

Zwischendurch schaue ich immer mal, was es so alles am Wegesrand zu entdecken gibt. Knoblauchsrauke sehe ich an mehreren Stellen. Daraus kannst Du leckere Kräuterbutter herstellen. Dazu hatte ich bereits auch mal berichtet.

Der Waldskulpturenweg ist mit einem stilisierten Tor gekennzeichnet.

Waldskulpturenweg – Der Hexenplatz

Als erstes komme ich an der Skulptur „Der Hexenplatz“ vorbei.

Heller Siepen – Waldskulpturenweg trifft Rothaarsteig

Am „Heller Siepen“ vereinigen sich der Waldskulpturenweg und der Rothaarsteig für ein Teilstück bis in den Ort Schanze zu einem einzigen Weg.

Schanze

Im Örtchen Schanze gibt es Gastronomie und einen Kiosk, falls Du Dich stärken musst. Da ich in meinem Rucksack alles dabei habe was ich benötige, muss ich nicht anhalten. Für eine Pause ist es mir noch zu früh.

Auch wenn ich merke, dass meine Corona-Infektion von vor ein paar Wochen, die eigentlich nahezu symptomfrei verlief, scheinbar etwas von meiner Kondition genommen hat… Vielleicht ist das aber auch nur eine billige Ausrede und ich bin zu untrainiert und müsste einfach mal wieder ein wenig mehr wandern 😉

Kurz nach Schanze teilen sich Rothaarsteig und Waldskulpturenweg wieder auf. Treffen sich aber später noch einmal.

Rothaarsteig-Tor

Waldskulpturenweg – Skulptur „Der Krummstab“

Wenige Meter nachdem sich der Rothaarsteig vom Weg abgespaltet hat, gibt es die nächste Skulptur.

Naturwaldzellen

Im „Waldreservat Schanze“ gibt es Naturwaldzellen. In diesen bleibt die Natur sich vollkommen selbst überlassen.

Skulptur „Kein leichtes Spiel“ auf dem Waldskulpturenweg

Die Skulptur stammt von Ansgar Nierhoff. Er hat sie im Jahr 2000 erstellt. Was der Künstler damit aussagen möchte, wird mir beim Betrachten irgendwie intuitiv nicht klar. Fragen kannst Du Herrn Nierhoff aber nicht (mehr), denn er ist im Jahr 2010 verstorben.

Die Hinweistafel verrät: Bei der Darstellung der Tore geht es um die Botschaft der Verbindung zweier ehemals getrennter Regionen.

Waldskulpturenweg - Skulptur "Kein leichtes Spiel" von Ansgar Nierhoff

Pause mit Kartoffelpüree

In der Nähe der Skulptur gibt es eine Sitzgelegenheit mit Tisch. Da es jetzt auch Mittag ist, kommt mir diese sehr gelegen. Schnell mit dem Spirituskocher Wasser zum Kochen gebracht und Kartoffelpüreepulver mit Speck und Zwiebeln eingerührt.

Und bevor sich jetzt jemand aufregt… „Das ist Werbung, da steht Pfanni!!!“ Der Kartoffelbrei ist selbst gekauft und hätte genauso gut von Maggi, Knorr oder wem auch immer sein können 😉

Beim Essen fällt mir noch ein, dass ich von der Knoblauchsrauke, die ich zuvor gesehen habe, eigentlich ein paar Blätter hätte mitnehmen können. Die hätte ich als frische Zutat in den Kartoffelbrei einrühren können. Leider nicht daran gedacht. Merke ich mir für das nächste Mal.

Kühhude

Mein Weg führt mich an Kühhude vorbei. Kurz davor trifft der Rothaarsteig wieder auf diesen Weg.

Waldskulpturenweg – Skulptur „Stein-Zeit-Mensch“

Abstecher auf dem Rothaarsteig zur Hängebrücke in der Nähe von Kühhude

An der Skulptur „Stein-Zeit-Mensch“ trennt sich der Waldskulpturenweg wieder vom Rothaarsteig.

Da es hier direkt in der Nähe (auf dem Rothaarsteig) eine bekannte Hängebrücke gibt, die ich aber noch nicht gesehen habe, gehe ich erstmal ein kleines Stück auf dem Rothaarsteig weiter.

Hängebrücke auf dem Rothaarsteig in der Nähe von Kühhude

Und noch ein Blick auf das Insektenhotel in der Nähe der Hängebrücke…

Insektenhotel

Dann drehe ich wieder um und gehe den Rothaarsteig wieder zurück bis zur Skulptur „Stein-Zeit-Mensch“. Von dort aus dann wieder auf dem Waldskulpturenweg weiter.

Das Monument des verschollenen Falken

Die nächste Skulptur kannst Du Dir zu Hause am PC eigentlich viel besser anschauen, als hier direkt vom Weg. Es gibt dort zwar eine Aussichtsplattform… Die gepflanzten Bäume sind aber mittlerweile so hoch geworden, dass Du von dort die Skulptur nicht mehr richtig sehen kannst.

Ich habe Dir daher ein Bild von Google Earth mit angefügt. Und, wie findest Du die Baumformation, die in Falkenform gepflanzt wurde?

Waldskulpturenweg – Aussichten zwischendurch

Auch der Weg selbst hat an den Stellen an denen keine Skulpturen stehen seinen Reiz. Es gibt einige schöne Aussichten und tolle Waldbilder zu sehen.

Aussicht vom Waldskulpturenweg

Skulptur „Die Grünstation“

Skulptur „Was war zuerst?“

Von Bad Berleburg geht es mit dem Zug zurück nach Altenhundem

Nach einer kurzen Pause auf „Franks Bank“ mit Blick auf Teile von Bad Berleburg, führt der Waldskulpturenweg hinab in die Stadt.

Noch ein kurzer Bummel durch die Stadt, dann fährt auch mein Zug und bringt mich zurück nach Altenhundem. Das war eine tolle Tour! Zum Nachwandern wirklich empfohlen 😉

Viele Freude draußen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.