Das Bodetal und noch mehr im Ostharz…

Heute erzähle ich Dir von meinen zwei Wandertagen im Harz. An Tag 1 gibt es eine Tour durch das Bodetal, dem Grand Canyon von Deutschland. An Tag 2 eine Führung durch die Wälder im Ostharz mit dem Forstwissenschaftler M. Sc. Ben Tüxen…

Blick hinab auf die Gaststätte im Bodetal

Wieso geht es in den Ostharz?

Ich bin schön häufiger mit Ben Tüxen auf verschiedenen Waldführungen im Siegerland und im Schwarzwald unterwegs gewesen. Über die Waldführung mit ihm im Raum Siegen habe ich Dir hier bereits einmal umfassend berichtet. Da er jetzt am Osterwochenende auch ganz neue Führungen im Ostharz angeboten hat, habe ich nicht lange gezögert und mich für eine seiner Touren angemeldet.

Bei über 4 Stunden Fahrzeit von mir bis in den Harz war für mich schnell klar: Für einen einzigen Tag dort hin fahren, das lohnt sich nicht. Und 8 Stunden Fahrt an einem Tag für Hin- und Rückfahrt wollte ich mir auch nicht unbedingt antun…

Also, einen Tag früher anreisen und am Anreisetag eine eigene Tour machen. Bei einer Internetrecherche, was es denn so alles im Ostharz gibt, bin ich schnell auf das Bodetal gestoßen. Der Blick hinab vom Berg (auf dem sich auch der Hexentanzplatz befindet) in das Tal mit den Gebäuden ist ein absolut beliebtes Fotomotiv. Das findet sich im Internet in allen nur erdenklichen Varianten.

Auswahl des Startpunktes der Rundtour an Tag 1

Als Startpunkt meiner Tour habe ich einen kleinen Wanderparkplatz an der Landstraße L240 zwischen Friedrichsbrunn und Thale ausgewählt. Du kannst zwar auch direkt auf einem Parkplatz am Hexentanzplatz parken, dieser ist aber kostenpflichtig. Und wenn Du sowieso laufen möchtest, dann kannst Du Dir diese Kosten natürlich auch sparen.

Übersichtskarte der Tour durch das Bodetal

1. Zwischenziel der Tour: Blick von der La Viershöhe in das Bodetal und Richtung Aussichtspunkt Hexentanzplatz

Blick von der La Viershöhe in Richtung Bodetal
Blick von der La Viershöhe in Richtung Hexentanzplatz

Trotz des nicht ganz so schönen Wetter wimmelt es hier oben von Touristen. Das liegt zum einen daran, dass Du mit dem Auto bis hier oben hin fahren kannst und alternativ dazu auch eine Seilbahn vom Tal auf den Gipfel führt. Am Aussichtspunkt gibt es Gastronomie und auch einen Tierpark und eine Allwetterbobbahn. Alleine bist Du hier oben also definitiv nicht. Die Ausblicke entschädigen aber dafür.

2. Zwischenziel der Tour: Blick vom Aussichtspunkt Hexentanzplatz in das Bodetal, zur La Viershöhe und nach Thale

Auf dem Bild der La Viershöhe kannst Du deutlich das Phänomen der Wollsackverwitterung sehen.

3. Zwischenziel der Tour: Abstieg in das Bodetal

Der Abstieg in das Tal führt auf einem schmalen steinigen Weg hinab. Hier ist tatsächlich Trittsicherheit gefragt. Feuchte Steine und matschiger Untergrund sind nicht zu unterschätzen. Es gibt auch einige Stellen, da möchtest Du lieber nicht ausrutschen 😉

Da meine Tour ein Rundweg ist, kann ich mich jetzt schon freuen. Alle Meter die ich bergab gegangen bin, muss ich auch später wieder hinauf. Puh.

Was ich in diesem Moment noch nicht weiß… Ich werde im Laufe meiner knapp über 12 Kilometer langen Tour 957 Meter bergab und 957 Meter bergauf gehen 😉

Da weißt Du, was Du geleistet hast. Wenn Du abschätzen möchtest, wie anstrengend das ist, solltest Du die Auf- und Abstiege Deiner Tour mit in Deine Planung einbeziehen. Dazu empfehle ich Dir meinen Bericht über das Thema „Leistungskilometer„.

4. Zwischenziel der Tour: Gasthaus Königsruhe

Bei den Gebäuden, die Du von oben sehen konntest, handelt es sich unter anderem um das Gasthaus Königsruhe und den Standort der Bergwacht Thale.

Hier ist ordentlich was los. Eine lange Menschenschlange steht an der Sonnenseite der Gaststätte zum Essen holen an… Also, keine Pause sondern direkt dran vorbei und weiter…

5. Zwischenziel der Tour: Durch das Bodetal in Richtung Treseburg

6. Zwischenziel der Tour: Die Schurre

7. Zwischenziel der Tour: Der Bodekessel im Bodetal

8. Zwischenziel der Tour: Am langen Hals

9. Zwischenziel der Tour: Pause bevor es weiter geht…

Nach einer kleinen Stärkung mit mitgebrachtem Beef-Jerky und frischem Bärlauch vom Wegesrand (Ja, Naturschutzgebiet! Wege verlassen ist nicht erlaubt!) geht es weiter durch den „Großen Taschengrund“ und den „Kleinen Taschengrund“…

10. Zwischenziel: Vom Bodetal Aufstieg durch das Kästenbachtal

Jetzt verlasse ich das Bodetal und es beginnt der Aufstieg durch das Tal des Kästenbach zurück zu meinem Auto.

Auf diesem Teilstück liegen derzeit noch einige Bäume quer über dem Weg. Hier ist ein paar Mal ausweichen oder klettern angesagt. Belohnt wirst Du aber zwischendurch auch mit einem Blick auf einen Höhleneingang und einen kleinen Wasserfall.

Tag 1: Tour durch das Bodetal – Geschafft für heute!

Nach 12,4 Kilometern und 957 Metern bergab und 957 Metern bergauf bin ich wieder am Auto. Eine tolle Runde mit vielen Höhenmetern. Zwar mit vielen Touristen, aber landschaftlich durchaus wirklich reizvoll.

Überblick über die Gesamtroute durch das Bodetal in Google Earth

Tag 2: Führung „Der Wald fehlt – Und nun?“ mit Ben Tüxen im Ostharz

Die Waldführung mit Ben in der Nähe von Thale ist wieder einmal spitze! Auch heute mit einer tollen diskussionsfreudigen Gruppe. Schnell kommt man auf dem Weg untereinander ins Gespräch.

Ein kurzweiliger Tag mit vielen Informationen rund um die Themen Forstwirtschaft, Forstwissenschaft und Geologie… und noch einiges mehr. Mehr verrate ich hier aber diesmal zu der empfehlenswerten Tour nicht. Natürlich geht es in Bens Wegführung nicht zu den Touristenhotspots, die ich am Vortag besucht habe…

Infos zu Bens Führungen findest Du unter https://www.einmannimwald.de

Fazit: Zwei tolle und lohnenswerte Tage im Harz. Ich komme bestimmt wieder einmal in den Harz zum Wandern!

Viel Freude draußen!

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