In meinem heutigen Beitrag möchte ich mit Dir Ideen teilen, wie Du auch bei sommerlichen Temperaturen unterwegs gekühlte Getränke genießen kannst…

Gekühlte Getränke direkt vor Ort beziehen
Die simpelste Idee direkt zu Beginn: Gekühlte Getränke einfach direkt vor Ort während Deiner Tour kaufen. Entweder in Geschäften, Kiosken oder auch an sonstigen Selbstbedienungsverkaufsstellen. Hier mal ein Beispiel vom Rheinsteig…

Gekühlte Getränke kühl halten
Wenn Du Dich nicht darauf verlassen möchtest, dass Du unterwegs Getränke kaufen kannst, dann nimmst Du halt welche mit.
Praxistipp 1: (Vor)gekühlte Getränke mitnehmen!
Auch wenn Du Deine Getränke unterwegs aktiv kühlen möchtest… es macht auf jeden Fall aus Effizienzgründen Sinn, bereits vorgekühlte Getränke mitzunehmen. Eventuell sogar einfrieren (Vorsicht! Ausdehnung der Flüssigkeit beim Einfrieren beachten!). Du benötigst ansonsten sowohl mehr Zeit, als auch mehr Energie um Deine Getränke von der Umgebungstemperatur bis zur gewünschten Trinktemperatur herunter zu kühlen.
Praxistipp 2: Isolation ist wichtig!
Eine Thermoskanne hilft Dir nicht nur dabei einen Kaffee heiß zu halten. Du kannst sie genauso dazu nutzen, ein kühles Getränk kühl zu halten.
Wenn Du allerdings nicht umfüllen möchtest (z.B. bei kohlensäurehaltigen Getränken, Bier, etc), dann Deine Getränke auf jeden Fall nicht außen oder direkt am Rand des Rucksacks transportieren, sondern möglichst mittig. Idealerweise umgeben von viel gut isolierendem Material das Du sowieso im Rucksack hast (Isomatte, Jacke Tücher, Decken, Wechselklamotten, etc…). Wenn Du normalerweise davon nichts dabei haben solltest, dann kannst Du auch spezielle Flaschenkühler aus Neopren nutzen. Beispielsweise diese -> Flaschenkühler *) <-
Selbstverständlich setzt Du Deine Getränke nicht der direkten Sonneneinstrahlung aus… Einen Platz im Schatten gibt es immer… 😉

Getränke unterwegs aktiv kühlen
Praxistipp 3: Kühlen im kalten Fließgewässer
Meine Lieblingsmethode ist das Kühlen im kalten Fließgewässer. Idealerweise an einer Quelle. Notfalls geht aber auch jeder Bach oder Fluß. Aber daran denken, dass Du Deine Getränke gut sicherst! Weniger vor Diebstahl, sondern mehr vorm Wegtreiben 😉 Du erhältst bei dieser Methode bereits nach 15 Minuten Wartezeit ein durchaus akzeptables Ergebnis.





Das geht auch in stehendem Gewässer (See). Dann empfiehlt es sich aber die Dose noch (z.B. mit einem Stein) etwas zu beschweren und in tiefere Wasserschichten abzusenken die kühler sind als das Wasser in der Nähe der Wasseroberfläche.
Praxistipp 4: „Verdunstungskälte“ nutzen
Tränke ein Handtuch, Shemagh oder eine Socke mit Wasser und lege es triefend nass und eng um Dein Getränk. Danach dann ab mit Deinem nassen Bündel in ein schattiges Plätzchen. Die Umgebungswärme wird das Wasser verdunsten lassen. Die Verdunstung benötigt Energie und das entzieht Deinem Getränk die Wärme. Du darfst kein eisgekühltes Getränk erwarten… aber spürbar kalt wird es. Du solltest aber schon mindestens eine halbe Stunde Wartezeit einkalkulieren.



In der Praxis nutze ich diese Methode aber relativ selten, da Wasser benötigt wird. Und immer dann wenn sowieso Wasser in der Nähe vorhanden ist, finde ich es halt einfacher direkt im Wasser zu kühlen. Du kannst aber (zumindest theoretisch) beide Varianten nacheinander kombinieren um ein noch besseres Ergebnis zu erhalten. Dazu war ich aber bislang immer zu ungeduldig 😉
PS: Es gibt übrigens unterschiedliche Auffassungen, ob es sinnvoller ist, das nasse Bündel in den Schatten zu stellen, oder in die pralle Sonne. Einen fundierten Test habe ich dazu weder gefunden, noch selber durchgeführt.
Praxistipp 5: Getränkedosen sind zum Kühlen geeigneter als Glas- oder PET-Flaschen!
Zum Kühlen eignen sich (dünnwandige) Dosen aus Weißblech unterwegs wesentlich besser als Flaschen aus Glas oder PET. Auch das geringere Gewicht spricht für die Dose…

Weitere Möglichkeiten der Kühlung (mit geringerem Praxisbezug für das Wandern)
- Kühlbox (mit Kühlakkus, elektrisch betrieben oder mit Gas): Für das Wandern insbesondere aufgrund des Gewichts weniger geeignet. Sinnvoll vielleicht aber nutzbar, wenn Du sie als ein „Getränkedepot“ vorab an einer geeigneten Stelle deponierst an der Du während Deiner Wanderung vorbei kommst.
- USB-Minikühlschrank: So etwas: –> Hier <– *) Eher auch nicht zum Wandern, oder?
- Druckluft-Kältespray: Relativ schwer und verhältnismäßig teuer. Hat das mal einer von Euch wirklich ausprobiert? Ich habe keine Erfahrungswerte damit.
- Der Trick mit dem Salz: Wasser, Eiswürfel und Kochsalz im Verhältnis 1:1:1 in einer Schüssel mischen und die Getränke reinlegen. Du wirst staunen, wie schnell Deine Getränke kalt werden! Da Du aber während Deiner Tour vermutlich weder Eis noch Salz verfügbar hast… nicht geeignet für unterwegs.
- Vergraben: Beim Wandern eher ungeeignet. Im Sandstrand am Meer aber sehr gut möglich!

PS: Wie auch immer Du Deine Getränke outdoor kühlst… viel Freude draußen!
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